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Afrikafest am Samstag, den 29.06. und Sonntag, den 30.06.2019

Liebe Mitglieder und Freunde,

wie bereits im Ostergruß angekündigt, findet am kommenden Wochenende das Afrikafest statt, auf dem die Helfenden Hände wieder mit einem eigenen Stand vertreten sind. Hierzu möchten wir Sie herzlich einladen.

Nicht nur viele Informationen über unsere Arbeit in Burundi und Mauretanien, sondern eine Tombola mit attraktiven Preisen und eine Trommel aus Burundi werden meistbietend versteigert. Auch unser Vorstandsmitglied, der Arzt Blaise Bisabwa aus Burundi wird anwesend sein und für Hilfe in seiner Heimat werben.

Das Team der Helfenden Hände freut sich über jeden Besucher. Bitte unterstützen Sie uns und bringen Sie Ihre Freunde mit.

Mit herzlichen Grüßen
Im Auftrag unseres Vorsitzenden Günter Seibold

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Weiterer Einsatzort der Handwerker im Kinderheim Mugabekazi w’Ingo

In dem Heim leben derzeit 63 Kleinkinder, die von ehrenamtlichen jungen Frauen versorgt werden. Die Schützlinge sind Waisen und Findelkinder. Ihre Familien waren zu arm um Ihren Nachwuchs zu ernähren oder es sind Kinder deren Mütter gestorben sind und von Ihren Vätern abgegeben wurden. Das Kinderheim finanziert sich ausschließlich durch einheimische und internationale Spenden. Momentan wird es von Pater Eric und Libere geleitet.

 

Ohne die sonst übliche Unterstützung von Pater Leopold gingen die zwischenzeitlich eingetroffenen vier deutschen Handwerker an die geplante Arbeit.

Die beim letzten Einsatz begonnene Schreinerwerkstatt wurde fertiggebaut sowie mit alten und robusten Schreinereimaschinen aus Deutschland ausgestattet. Zusätzlich begannen die Handwerker damit eine Schlosserwerkstatt zu errichten. Beim nächsten Einsatz soll diese mit gebrauchten deutschen Geräten und Werkzeug ausgestattet werden. Ziel dahinter ist, dass erfahrene einheimische Schlosser und Schreiner junge arbeitslose Männer aus der Region in den Handwerken anlernen. Erste positive Ausbildungserfahrungen konnte Thomas Schmidt mit drei sehr geschickten Jugendlichen gewinnen. Der mitgereiste Schreiner wies die jungen Männer in die Anwendung der nicht ganz ungefährlichen Maschinen ein. Die drei Handwerker aus Baiersbronn, Fritz Kirschenmann, Christoph Steudinger und Tobias Klumpp sorgten dafür, dass alle technischen Einrichtungen und Gebäude wieder auf Vordermann gebracht wurden. So wurden zum Beispiel die Wassertanks abgedichtet, der im vergangenen Jahr gebaute Ofen entrußt, sowie die mitgebrachten Mühlen auf Maniok und Mais umgebaut. Das Team freute sich darüber, dass die beim letzten Einsatz mitgebrachten Werkzeuge und Gerätschaften benutzt wurden und nahezu noch vollständig vorhanden waren.

Auch für die benachbarten Schulen gab es Unterstützung. Zwölf Bananenkisten vollgefüllt mit aus Deutschland gespendetem Schreibmaterial wurden an die äußerst dankbaren Kinder verteilt.

Burundi ist eines der ärmsten Länder der Welt aus dem sich aufgrund der instabilen politischen Lage die meisten Hilfsorganisationen zurückgezogen haben.

Den Einsatzkräften der Helfenden Hände sind die Menschen dort ans Herz gewachsen und sie werden weiter versuchen Hilfe zu leisten, wo sie doch so dringend gebraucht wird!

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Bericht über den Burundi Einsatz der Helfenden Hände im Frühjahr 2019

Aus Bad Liebenzell fuhren Ina Roy und Hans-Georg Vrecko und aus Mosbach die Ärzte Blaise Bisabwa, Ralf Krych und der Vorsitzende Günter Seibold mitten in der Nacht nach Frankfurt.

Nach zehnstündigem Flug landeten wir pünktlich in Bujumbura, wo wir zu unserer Überraschung von einer großen Delegation von Klinikärzten herzlich begrüßt und empfangen wurden. Da eine nächtliche Fahrt von Bujumbura nach Kirundo nicht empfehlenswert ist, übernachteten wir in einem Guesthouse.

Nach einem gemütlichen fast europäischen Frühstück starteten wir in zwei Fahrzeugen Richtung Kirundo. Unterwegs besorgten wir uns noch Gemüse für die ersten Tage.

Auch in Kirundo hat man uns mit offenen Armen empfangen, die Unterbringung war bekannt, wir fühlten uns gleich wieder zuhause.

Am nächsten Morgen machten wir uns zunächst daran, die 100 kg Instrumente, die wir mitgebracht haben, auszupacken und einzusortieren.

Hierbei lernten wir auch unsere burundischen Kollegen Joseph, Nestor, Camus und Vestine kennen.

Bei unserer ersten gemeinsamen Visite stellten uns die Kollegen Patienten vor. So konnten wir für die nächsten Tage OP-Pläne erstellen, an Unfall-Opfern mit zum Teil schrecklichen Verletzungen, die auch über Wochen und Monate nicht oder nur schlecht geheilt waren, mangelte es nicht.

Unser technisches Team: Ina und Günter organisierten Regale, damit die gespendeten Verbandsmaterialien nicht in angestoßenen Kisten, sondern übersichtlich (eben deutsch) gelagert werden können.

Die Morgen-Visite beinhaltete Kontrolle und Nachsorge der Vortags-OPs, Verbandsvisite, Versorgung von Brandwunden, die nicht zu operieren waren, deren Behandlung aber die Kollegen interessiert verfolgten und protokollierten.

Erfreut stellten wir fest, dass das Krankenhaus insgesamt seit unserem Besuch im Oktober 2017 deutlich sauberer (die Betten haben Bettlaken) und die Arbeitsweise strukturierter ist.

Folgende Eingriffe haben wir zusammen durchgeführt: eine frische Oberschenkelfraktur mit Platte versorgt, eine Unterschenkel-Pseudarthrose angefrischt und mit Platte rekonstruiert. Leider fünf Amputationen, bzw. Teilamputationen wegen Nekrosen oder großer Defekte.

Entfernung eines Knochensplitters, der das Verheilen der offenen Wunde behinderte. Ein Mädchen mit Schlüsselbeinbruch bekam eine wunderschöne Platte, die die Kontinuität des Knochens gewährleistet. Ein Bub mit Sprunggelenksbruch in der Wachstumsfuge wurde reponiert und mit Spickdraht für 6 Wochen versorgt, so dass diese Verletzung hoffentlich auch ohne Wachstumsschäden heilt. Zwei Metallentfernungen, eine am Schienbein und eine am Unterarm und die Versorgung einer Fingerkuppe waren dann noch die einfachsten Eingriffe.

Außerdem gab es Wundversorgungen nach schweren Verbrennungen und die Mobilisation von Kontrakturen in Narkose mit Gipstutor für eine Woche.

Günter Seibold hat die OP-Technik aufs hervorragendste ausgebaut: das undichte Narkosegerät mit einem neuen Schlauch versehen und sowohl eine luftdruckbetriebene Bohrmaschine als auch eine Knochensäge mit einem hauseigenen Kompressor zum Laufen gebracht.

Als Wermutstropfen sei nicht verschwiegen, dass es mit der Auslieferung der Container mit unseren aktuellen Sachspenden große Probleme gab. Obwohl nur drei Tagesreisen entfernt, konnten sie erst auf massiven Druck seitens Pater Leopold aus dem Zollhafen frei bekommen werden. Am letzten Tag erreichte er Kirundo und wurde unter unserer Beteiligung entladen und sein Inhalt in einem ordentlichen Lager deponiert.

Die Nähmaschinen und Stoffe hätte Ina Roy gern eher an die Projektleiterin für Frauenhygiene übergeben, aber immerhin sind auch sie angekommen. Geplant ist die Fabrikation von Damenbinden, die zunächst kostenlos an junge Mädchen verteilt werden sollen. Dafür sucht Alice Milanfanga Frauen, die nähen können und sich bereit erklären, für den Erhalt einer Nähmaschine 30% ihrer Zeit für die Herstellung von Damenbinden zu widmen. Alice hat dieses Projekt angestoßen und wird sich um dessen Umsetzung kümmern. Wir bleiben in Kontakt und werden berichten. Außerdem regt sie an, die Körperhygiene durch Bereitstellung von fest installierten Seifenbehältern an den Wasserstellen voranzutreiben.

Zum krönenden Abschluss haben Ina und Ralf zwei Kinder, die als Langzeitpatienten in der Klinik kaserniert waren, ausgelöst. Die Behandlung der zuckerkranken Kinder hat das Budget der Angehörigen überlastet, so dass sie nicht abgeholt werden konnten. Ihre Entlassung und Versorgung mit Insulin für das nächste Jahr ist jetzt gewährleistet.

Traurig zu berichten ist, dass Pater Leopold einen schweren Verkehrsunfall erlitten hat und eine Weile (Monate!!) krank sein wird. Allerdings ist er in einem von Schweizern betriebenen Krankenhaus untergebracht und wird nach europäischem Standard versorgt.

Während wir auf die Zollfreigabe unseres Containers warteten, saßen wir im Schatten eines Pavillons vor der Unterernährten-Station. Plötzlich gesellten sich immer mehr Mütter und Kinder zu uns, begannen zu singen und zu tanzen und bescherten uns damit einen zu Herzen gehenden Abschied.

Auch in Zukunft wird es noch viel zu tun geben. Blaise hat viel sonografiert und sollte sein Wissen weitervermitteln. Unfallopfer wird es immer geben, und unser OP-Team wird gerne wieder kommen, um die Ausbildung von Joseph, Nestor und Vestine weiter voranzutreiben.

Bis zum nächsten Mal! Tschüs Kirundo

Hinweis: Es ist geplant noch im Herbst 2019 eine weitere Delegation von Ärzten und ehrenamtlichen Helfern nach Burundi zu entsenden, um weitere Fortschritte zu erzielen.

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Ärztliche Delegation in Burundi 10/2017

Im Oktober 2017 war zum dritten Mal eine ärztliche Delegation für 2 Wochen im Bezirkskrankenhaus in Kirundo im Einsatz.

Mit dabei waren Hans Georg Vrecko als Anästhesist und Kai Roy als Chirurg. Begleitet wurden Sie von Ina Roy als Dolmetscherin, Günter Seibold, dem Vorsitzenden des Vereins und Blaise Bisabwa, einem burundischen Arzt, der im Moment in Deutschland - von unserem Verein unterstützt - eine Fachausbildung absolviert.

Die Anreise erfolgte diesmal – den Unruhen in Burundis Hauptstadt geschuldet – über Kigali in Ruanda und Bustransfer in die 90 km entfernte Provinzhauptstadt Kirundo.

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Einmaliges Projekt: Die erste Optikerwerkstatt in Mauretanien wird eingerichtet

Im April dieses Jahres war es endlich soweit: Ein Container mit Material zur Einrichtung einer Optikerwerkstatt kam rechtzeitig in Nouakchott an. So dass eine Delegation der Helfenden Hände eine komplette Optikerwerkstatt einrichten konnten. Dies war in Kooperation mit der mauretanischen „Stiftung gegen Blindheit“ möglich, die dem Verein  einen Raum zur Verfügung stellte.  

Im Vorfeld waren aufwendige Arbeiten notwendig. Der Raum musste mit einer verschließbaren Tür versehen werden. Es war eine stärker abgesicherte  Stromversorgung notwendig und  die Wände mussten geweißelt werden.

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Container auf dem Weg nach Burundi

Nächste Woche macht sich wieder ein Container auf den weiten Weg nach Burundi.  Diesmal wird er dort als fest verschließbares und vor allem regendichtes Lager im Kinderheim Nyabiraba bleiben. Fleißige Helfer haben in über 300 Arbeitsstunden den Container gereinigt, entrostet und bemalt. Das Projekt wird vom Vorsitzenden Günter Seibold geleitet. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei Herrn Klaus Fischer, Unternehmensgruppe fischer, bedanken der diesen zweiten Container mit seiner großzügigen Spende ermöglicht hat.