Gaby Frey – 2/2026
Projekt Häusliche Pflege und Verteilung von Gehhilfen und Rollstühlen
Um dieses Projekt optimal vorzubereiten, wurde bereits im November 2025 mit den Vorarbeiten begonnen. Die Vereinsmitglieder suchten 20 Familien mit mindestens einer pflegebedürftigen Person aus, bei denen die Versorgung durch fehlende Hilfsmittel und fehlendes Pflegewissen erschwert war. Im Februar 2026 besuchte die examinierte Krankenschwester Karen Jörg jede Familie mindestens zweimal. Beim ersten Besuch wurde der genaue Bedarf festgestellt und Pflegewissen vermittelt, beim zweiten Besuch konnten passgenaue Hilfsgüter mitgebracht werden. Besonders gefragt waren Rollstühle, Gehhilfen, Toilettenstühle, Windeln, Auflagen, Cremes und Hygieneartikel. Ebenso wichtig war die Anteilnahme und Begleitung von Betroffenen und Angehörigen in ihren schwierigen und herausfordernden Situationen. Dank ihrer fließenden Französischkenntnisse konnte Frau Jörg hier eine passgenaue und zielgerichtete Kommunikation gewährleisten. Begleitet wurde sie von zwei Mitgliedern des Vereins El-Ihsane, sodass auch eine weitere Betreuung der Familien möglich ist.
Mit diesem Projekt konnten wir Menschen erreichen, die nicht am öffentlichen Leben teilnehmen können, weil ihnen die Möglichkeit fehlt, sich fortzubewegen. Ein Rollstuhl oder eine Unterarmgehhilfe ermöglicht Partizipation. Viele Menschen haben nicht die finanziellen Mittel, um selbstverständliche Dinge wie Einlagen oder Wundcremes für ihre Kranken zu kaufen. Wir trafen täglich auf verzweifelte Situationen, die in Deutschland unvorstellbar sind.
Bei einem zusätzlichen Termin konnten wir Gehhilfen und Rollstühle an Menschen mit Amputationen verteilen. Auch diese Betroffenen wurden vorab vom Verein ausgesucht. Mehrere Männer mit Beinamputation hatten keine Gehhilfen, von einem Rollstuhl ganz zu schweigen. Ihnen blieb bis zu diesem Termin nur , sich kriechend über den Boden zu bewegen.
Es bleibt noch viel zu tun. Wir werden auch weiterhin eng mit dem Verein zusammenarbeiten und hoffen, die Lebensumstände für kranke Menschen in Atar stückweise verbessern zu können.























